BW Kommando Barett
Die Farbe eines Baretts ist bei der Bundeswehr mehr als ein optisches Merkmal. Zusammen mit dem Barettabzeichen gibt sie Hinweise auf die Truppengattung, den Verband oder eine besondere organisatorische Zuordnung.
Eine eindeutige Einordnung ist anhand der Farbe allein jedoch nicht immer möglich. Neben der persönlichen Truppengattung können auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verband, einer Teilstreitkraft oder einem multinationalen Großverband sowie besondere Tragebestimmungen entscheidend sein.
In diesem Ratgeber erklären wir die aktuellen Barettfarben der Bundeswehr, ihre wichtigsten Zuordnungen und die Unterschiede zu den Waffenfarben. Außerdem zeigen wir, welche Sonderregelungen unter anderem für Gebirgsjäger, Heimatschutzkräfte, Luftwaffe und Marine gelten.
Das Barett ist seit 1971 Bestandteil der Bundeswehruniform. Hauptsächlich wird es von Soldatinnen und Soldaten des Heeres getragen. In der Luftwaffe und der Marine tragen nur festgelegte Teilbereiche und Verwendungen ein Barett. Die Kombination aus Barettfarbe und Barettabzeichen ermöglicht eine genauere Einordnung der jeweiligen Truppengattung, des Verbandes oder einer besonderen organisatorischen Zuordnung.
Soldatinnen und Soldaten des Heeres tragen grundsätzlich ein Barett in der für ihre Truppengattung vorgesehenen Farbe. Allerdings gibt es wichtige Ausnahmen: Bis zur Bataillons- oder Regimentsebene kann einheitlich das Barett der Truppengattung des jeweiligen Verbandes getragen werden. Die Barettfarbe zeigt daher nicht in jedem Fall die persönliche Truppengattung des Trägers.
Zusätzliche Sonderregelungen gelten unter anderem für die Heimatschutzkräfte, den Cyber- und Informationsraum, multinationale Verbände, Ausbildungsorganisationen, den Sanitätsdienst und die Gebirgstruppe.
Auch bestimmte Angehörige der Luftwaffe und der Marine tragen ein Barett. Dazu zählen beispielsweise festgelegte Objektschutz- und Sicherungskräfte, Angehörige des Wachbataillons, Soldatinnen und Soldaten in der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum, das Kommando Spezialkräfte der Marine sowie das Seebataillon. Welche Kopfbedeckung tatsächlich getragen wird, richtet sich nach Teilstreitkraft, Uniformträgerbereich, Verwendung und konkreter organisatorischer Zuordnung.
Die Barettfarbe allein ermöglicht nicht immer eine eindeutige Zuordnung. Sie orientiert sich je nach Fall an der Truppengattung, dem Organisationsbereich oder der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verband. Deshalb können mehrere Truppengattungen dieselbe Barettfarbe tragen.
Das Barettabzeichen liefert eine genauere Information über die Zugehörigkeit des Trägers. Für eine möglichst zuverlässige Einordnung sollten daher immer Barettfarbe und Abzeichen gemeinsam betrachtet werden.
Im ASMC-Sortiment bezeichnen BW-Barett, Kommando-Barett und Commando-Barett unterschiedliche Produktmodelle. Eine eigenständige, offiziell definierte Barettklasse mit der Bezeichnung „Kommando-Barett" oder „Commando-Barett" gibt es bei der Bundeswehr jedoch nicht.
Das BW-Barett besitzt die klassische Bundeswehr-Form. Es besteht aus Wolle und verfügt über Belüftungsösen, ein Zugband sowie einen verstärkten Bereich zum Anbringen des Barettabzeichens.
Das ASMC BW Kommando-Barett ist nach französischem Vorbild gefertigt und an die deutsche Trageweise angepasst. Es fällt kompakt aus und besitzt eine formstabile Ledereinfassung.
Das Commando-Barett von Plein Ciel ist ein eigenes Markenmodell. Es besteht aus einem Merinowoll-Mix, ist wasserabweisend und besitzt einen knapperen Schnitt. „Kommando" und „Commando" werden bei ASMC deshalb nicht synonym verwendet, sondern bezeichnen unterschiedliche Produkte.
Nein. „Kommando-Barett" und „Commando-Barett" sind keine eigenständigen, offiziell definierten Barettarten der Bundeswehr. Bei ASMC bezeichnen diese Begriffe unterschiedliche Produktmodelle und Hersteller. Für das dienstliche Tragen sind die jeweils geltenden Uniformbestimmungen sowie die vorgeschriebene Barettfarbe und das passende Barettabzeichen maßgeblich.
Barettfarben und Waffenfarben sind zwei unterschiedliche Kennzeichnungssysteme der Bundeswehr. Die Barettfarbe wird an der Kopfbedeckung sichtbar und kann mehrere Truppengattungen, Organisationsbereiche oder Verbände zusammenfassen.
Waffenfarben dienen vor allem beim Heer der genaueren Zuordnung zu einer Truppengattung. Sie erscheinen unter anderem an Litzen, Kragenspiegeln und den farbigen Umrandungen der Schulterklappen. Eine Barettfarbe darf daher nicht automatisch mit der Waffenfarbe gleichgesetzt werden.
So trägt beispielsweise der Sanitätsdienst ein kobaltblaues Barett, seine Waffenfarbe ist jedoch Königsblau. Die Heeresfliegertruppe trägt ein bordeauxrotes Barett, besitzt aber die Waffenfarbe Hellgrau.
| Truppengattung oder Bereich | Waffenfarbe | Einordnung |
|---|---|---|
| Artillerietruppe | Hochrot | Artilleristische Feuerunterstützung |
| ABC-Abwehrtruppe | Bordeauxrot | Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren |
| Panzertruppe | Rosa | Gepanzerter Kampf |
| Heeresaufklärungstruppe | Goldgelb | Aufklärung und Informationsgewinnung |
| Feldjägertruppe | Orange | Militärpolizeiliche Aufgaben |
| Fernmeldetruppe | Zitronengelb | Kommunikation und Führungsunterstützung |
| Infanterie | Jägergrün | Dazu gehören unter anderem Jäger, Fallschirmjäger, Gebirgsjäger und Panzergrenadiere |
| Heereslogistiktruppen | Mittelblau | Versorgung, Nachschub und Instandsetzung |
| Sanitätstruppe | Königsblau | Medizinische Versorgung |
| Heeresfliegertruppe | Hellgrau | Heeresfliegerische Unterstützung |
| Pioniertruppe | Schwarz | Bewegungsförderung, Sperren und technische Unterstützung |
| Militärmusikdienst | Weiß | Militärmusikalische und protokollarische Aufgaben |
Barettfarbe, Waffenfarbe und Barettabzeichen sind drei unterschiedliche Kennzeichnungselemente. Für eine korrekte Zuordnung müssen sie getrennt betrachtet werden.
Die Barettfarbe liefert einen ersten Hinweis auf die Zugehörigkeit einer Soldatin oder eines Soldaten, reicht für eine eindeutige Zuordnung aber nicht immer aus. Mehrere Truppengattungen können dieselbe Farbe tragen. Das Barettabzeichen ermöglicht häufig eine genauere Einordnung.
Barettfarben und Waffenfarben dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Sie gehören zu unterschiedlichen Kennzeichnungssystemen und können bei derselben Truppengattung verschiedene Farben haben.
Bei der Auswahl eines Baretts sind deshalb die vorgesehene Verwendung, die passende Farbe, die richtige Größe und das zugehörige Abzeichen zu beachten. Für das dienstliche Tragen gelten immer die aktuellen Uniformbestimmungen der Bundeswehr.
Bei ASMC findest Du Bundeswehr-Barette und Schiffchen in unterschiedlichen Farben und Ausführungen – vom klassischen BW-Barett bis zu gebrauchten Bundeswehr-Originalen und verschiedenen Markenmodellen.
Der Sanitätsdienst trägt ein kobaltblaues Barett. Die Waffenfarbe des Sanitätsdienstes ist dagegen Königsblau.
Fallschirmjäger und Angehörige der Heeresfliegertruppe tragen grundsätzlich ein bordeauxrotes Barett. Bordeauxrot wird außerdem von weiteren entsprechend zugeordneten Kräften und Verbänden getragen.
Ein schwarzes Barett tragen insbesondere die Panzertruppe und grundsätzlich die Heeresaufklärungstruppe. Angehörige der Heeresaufklärungstruppe innerhalb der Division Schnelle Kräfte tragen abweichend davon ein bordeauxrotes Barett.
Nein. Beide Begriffe bezeichnen keine eigenständigen, offiziell festgelegten Barettarten der Bundeswehr. Im ASMC-Sortiment dienen sie der Unterscheidung verschiedener Produktmodelle und Hersteller.
Beide Kennzeichen müssen gemeinsam betrachtet werden. Die Farbe fasst häufig mehrere Truppengattungen oder Bereiche zusammen, während das Barettabzeichen meist eine genauere Zuordnung ermöglicht.
Dieser Beitrag wurde am 25. September 2026 fachlich überprüft und aktualisiert. Grundlage sind insbesondere das Bundeswehr-Glossar, die offiziellen Informationen zu den Uniformen der Bundeswehr sowie die Erläuterungen der Bundeswehr zu Waffenfarben und Litzen.
Uniformbestimmungen und organisatorische Zuordnungen können sich ändern. Für das dienstliche Tragen ist deshalb immer die aktuell gültige Anzugordnung der Bundeswehr maßgeblich.
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