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Wasseraufbereitung

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Outdoor Wasserfilter – ein Muss für jeden Outdoorler!

Das Thema Wasseraufbereitung spielt eine wichtige Rolle auf Outdoor Touren. Insbesondere bei längeren Touren ist es schwierig, große Wassermengen mit sich zu führen, da diese nicht nur das Gewicht Deines Rucksacks erhöhen, sondern auch das Volumen Deiner Ausrüstung.

Du bist also unterwegs dazu gezwungen, Dir Gedanken darüber zu machen, wie Du aufgefundenes Oberflächenwasser trinkbar machen kannst. Als besonders praktisches Hilfsmittel haben sich verschiedene Outdoor Wasserfilter in der Praxis erwiesen. Diese nehmen nur wenig Platz in Deiner Ausrüstung ein und garantieren Dir, dass Du zu jeder Zeit frisches Trinkwasser parat hast.

Damit Du für Dein nächstes Outdoor Abenteuer bestmöglich vorbereitet bist, geben wir Dir in diesem Beitrag ein paar nützliche Tipps zum Thema Wasseraufbereitung an die Hand. Hier erfährst Du nicht nur, welche Hilfsmittel es dafür gibt, sondern auch wie Du Dir mit möglichst wenig Aufwand einen improvisierten Outdoor Wasserfilter bauen kannst.

 

Deswegen solltest Du immer einen Outdoor Wasserfilter nutzen!

Wenn man bedenkt, dass die Erde zu etwa 70 % aus Wasser besteht, könnte man meinen, dass uns ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen muss. Allerdings sind von der gesamten Wassermenge wiederum knapp 97 % Salzwasser, während lediglich die verbliebenen 3 % Süßwasser sind und als Trinkwasser infrage kommen. Noch dazu kommt, dass von der gesamten Süßwassermenge etwa 2/3 als dauerhaft gefrorenes Eis an den Polen zu finden sind. Somit sind lediglich 1 % dieser Gesamt-Wassermenge trinkbares Süßwasser. Theoretisch!

Leider ist es aber so, dass der Großteil der bei uns auffindbaren Gewässer verunreinigt ist und nicht ungefiltert getrunken werden kann. Deshalb sind gerade Wanderer und Bushcrafter häufig dazu gezwungen, sich mit dem Thema Wasseraufbereitung auseinanderzusetzen!

Oftmals trügt der Schein, dass klares Wasser aus Seen oder Flüssen unbedenklich ist. Zumeist haben sich in diesen Gewässern Kleinstpartikel und Bakterien angesiedelt, die schwere gesundheitliche Schäden verursachen können, wenn man das Wasser ungefiltert trinkt. Da sich diese Verunreinigungen und Mikroorganismen mit bloßem Auge meist gar nicht erkennen lassen, solltest Du unbedingt auf einen Outdoor Wasserfilter zurückgreifen.

Insbesondere stehende Gewässer wie Seen oder Weiher sind ein beliebte Brutstätte für diese Mikroorganismen. Aber auch bei fließenden Gebirgsbächen kannst Du Dir nicht zwingend sicher sein, dass es unterhalb der Quelle keine Verunreinigung gegeben hat. Diese kann mitunter durch Fäkalien oder einen Kadaver verursacht werden.

Damit Du gut vorbereitet in Dein nächstes Outdoor Abenteuer starten kannst, haben wir hier die wichtigsten Verunreinigungen zusammengefasst, die Du bestmöglich aus dem Wasser filtern solltest!

An erster Stelle möchten wir hier die enthaltenen Schwebstoffe nennen. Dabei handelt es sich meistens um feinste organische Feststoffe wie zum Beispiel Algen oder abgestorbenes Pflanzenmaterial. Diese Stoffe sind grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich für uns, können jedoch in zu großen Mengen ordentliche Magenprobleme verursachen.

Der zweite große Faktor, der die hiesigen Gewässer verunreinigt, sind Schwermetalle. Hierbei handelt es sich um eine große Gruppe an Metallen, die in unserer Natur vorkommen. Insbesondere geht es bei der Wasseraufbereitung um die Metalle Kadmium, Quecksilber oder Blei. Diese sind selbst in geringsten Mengen gesundheitsschädlich, wenn sie in unseren Wasserkreislauf gelangen. Das geschieht zumeist durch die Ableitung des Abwassers oder durch Gesteins- und Bodenauswaschung in Bergbaugebieten.

Ein weiterer Grund dafür, einen Outdoor Wasserfilter zu nutzen, sind Chemikalien. Das können einerseits zum Beispiel industriell genutzte Chemikalien sein, die selbst in geringsten Mengen hochgiftig für uns sein können. Häufig gelangen diese Verunreinigungen auch mit dem Abwasser in unsere Gewässer. Andererseits gibt es natürlich auch Chemikalien, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Auf diese Weise gelangen zum Beispiel Düngemittel in unser Grundwasser, die das Gleichgewicht unserer Gewässer durcheinander bringen.

Darüber hinaus finden sich leider auch verschiedene krankheitserregende Mikroorganismen in unseren Gewässern. So können beispielsweise auch Bakterien in Seen und Co. verbreitet sein. Diese müssen nicht unbedingt schlecht sein und sorgen teilweise für die Aufrechterhaltung unseres biologischen Gleichgewichts. Einige andere dagegen können sehr schädlich sein und Infektionskrankheiten bei uns Menschen auslösen. Letztere vermehren sich insbesondere im Wasser sehr schnell, weshalb Du immer auf einen Outdoor Wasserfilter zurückgreifen solltest. Bakterien erreichen je nach Art eine Größe von etwa 0,2 bis 5 Mikron und sollten bei der Wasseraufbereitung bestmöglich heraus gefiltert werden. 1 Mikron entspricht dabei 0,001 Millimeter.

In vielen Gewässern finden sich auch Protozoon, die uns sehr krank machen können. Diese tierischen Einzeller sind weiter entwickelt als Bakterien und haben einen eigenen Zellkern. Einige dieser Protozoon schützen sich mit einer festen Zellmembran, solange sie noch keinen Wirt gefunden haben. Da diese sehr resistent ist, müssen wir ihr bei der Wasseraufbereitung etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Diese Kleinstpartikel erreichen eine Größe von etwa 1 bis 15 Mikron, die Du bei der Wahl von Deinem Outdoor Wasserfilter unbedingt beachten solltest.

Letztlich kann das Wasser natürlich auch noch durch Viren verunreinigt sein. Dabei handelt es sich um extrem kleine, parasitäre Mikroorganismen, die im eigentlichen Sinne gar keine Lebewesen sind. Es handelt sich hierbei eher um eine Erbinformation, die in eine Hülle verpackt ist. Da Viren zur Vermehrung einen Wirt benötigen, würden wir den im Falle des verunreinigten Trinkwassers stellen. Deshalb ist es so enorm wichtig, dass Du auch hierfür einen guten Outdoor Wasserfilter auswählst, der Viren mit einer Größe von zwischen 0,02 und 0,2 Mikron herausfiltert.

Wie Du siehst, gibt es eine Vielzahl an Mikroorganismen, die mit dem bloßen Auge gar nicht zu erkennen sind. Damit Du bei der nächsten Tour viel Freude hast und vor allem gesund bleibst, solltest Du Dich also intensiv mit dem Thema Wasseraufbereitung beschäftigen. Wichtig ist also, dass Du selbst Kleinstpartikel mit Deinem Outdoor Wasserfilter aus den Flüssigkeiten heraus trennen kannst. Im nächsten Abschnitt geben wir Dir einige Tipps an die Hand, mit denen Du sauberes Trinkwasser erhältst.

 

Das solltest Du vor der Wasseraufbereitung beachten!

Bevor Du das Oberflächenwasser mit einem handelsüblichen Outdoor Wasserfilter aufbereitest, solltest Du es vorfiltern. Hierdurch kannst Du die Schwebstoffe aus trübem Wasser entfernen und mit einfachen Hilfsmitteln die organischen Feststoffe vom Wasser trennen. Dadurch verstopft Dein Wasserfilter nicht so oft, sodass Du länger Freude an Deinem Equipment hast! Zum Vorfiltern des Oberflächenwassers gibt es unterschiedliche Techniken. Damit Du gleich loslegen kannst, geben wir Dir hiermit die zwei bekanntesten Methoden zum Nachmachen an die Hand.

Bei der ersten Möglichkeit kannst Du beispielsweise ein T-Shirt oder ein Handtuch zum Vorfiltern verwenden. Dieses legst Du über die gesamte Fläche eines Auffangbehälters, in dem Du das vorgereinigte Wasser sammeln möchtest. Dann kannst Du das Oberflächenwasser in eine Flasche oder einen anderen Behälter füllen und nach und nach über dem Stoff ausschenken. Wichtig ist, dass Du wirklich damit wartest, bis das Wasser vollständig durch Dein Shirt gesickert ist. Erst dann kannst Du Dir sicher sein, dass Reste des ungereinigten Wassers beim Abnehmen des Stoffs nicht in den Auffangbehälter gelangen.

Eine weitere praktische Methode ist zum Beispiel auch der selbst gebaute Outdoor Wasserfilter mit einer PET-Flasche. Diese schneidest du im oberen Drittel ein, während Du in den Deckel mit Deinem Taschenmesser mehrere kleine Löcher stichst. Das abgetrennte Reststück Deiner Flasche bildet später den Auffangbehälter für das vorgereinigte Wasser. Jetzt beginnst Du einzelne Schichten zu bilden, durch die später das verunreinigte Oberflächenwasser durchsickern muss. Hierzu solltest Du je eine Schicht Gras, Sand, Kies und Kohle in Deine Flasche füllen. Jede sollte etwa 3 bis 4 Zentimeter dick sein müssen. Im Anschluss daran schenkst Du das zu reinigende Oberflächenwasser nach und nach in Deinen selbst gebauten Outdoor Wasserfilter ein. Jetzt heißt es Warten: Bis sich das vorgefiltere Wasser im Auffangbehälter sammelt, dauert eine Weile.

An dieser Stelle möchten wir zusätzlich anmerken, dass es sich bei beiden Methode lediglich um das Vorfiltern handelt. Das Wasser im Auffangbehälter ist lediglich von groben Verunreinigungen befreit, nicht aber von Mikroorganismen. Deshalb solltest Du im Anschluss an diese beiden Methoden unbedingt auf einen Outdoor Wasserfilter zurückgreifen. Welche Möglichkeiten sich hierzu bewährt haben, verraten wir Dir im nächsten Abschnitt!

 

Outdoor Wasserfilter – Möglichkeiten zur zuverlässigen Wasseraufbereitung

Vorab solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass Bakterien und Protozoon die am meisten verbreiteten Mikroorganismen im Oberflächenwasser sind. Mit ihnen solltest Du grundsätzlich immer und in jedem Gewässer rechnen! Viren hingegen finden sich zumeist nur in der Nähe menschlicher Siedlungen, wenn Abwässer oder Fäkalien mit dem Oberflächenwasser in Kontakt gekommen sind.

Um Dein Wasser aufzubereiten und trinkbar zu machen, gibt es unzählige Möglichkeiten. Damit Du beim nächsten Mal direkt startklar bist, zeigen wir Dir hier die bekanntesten Methoden zu Aufbereitung.

Wasser abkochen

Hierzu wollen wir mit der gängigsten und einfachsten Variante starten: Dem Abkochen! Hierbei handelt es sich um eine grundlegende Survival Technik, die von Menschen seit vielen Jahrhunderten bereits angewendet wird.

Der große Vorteil beim Abkochen ist es, dass die meisten krankheitserregenden Mikroorganismen bei Temperaturen ab 60-70° C absterben und aus dem Wasser gefiltert werden. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen und einige Viren, die etwas resistenter sind. Deshalb solltest Du unbedingt solange warten, bis das Wasser siedet und es zwischen drei und fünf Minuten sprudelnd Kochen lassen!

 

Praxistipp: Wenn Du im Hochgebirge unterwegs bist, verlängert sich die Kochzeit des Wassers! Grob gesagt geht man hier von etwa einer Minute zusätzlich je 300 Höhenmetern aus.

Zusätzlich ist das abgekochte Wasser nicht dauerhaft keimfrei! Wenn es längere Zeit steht, können sich erneut Mikroorganismen darin ansammeln, die das Wasser wieder verunreinigen. Deshalb solltest Du abgekochtes Oberflächenwasser innerhalb von maximal 24 Stunden trinken oder erneut aufbereiten!

Ein Nachteil beim Abkochen ist die umfangreiche Ausrüstung, die Du dafür benötigst. Vom Kocher über den Topf bis hin zum Brennstoff musst Du hierfür alles in Deiner Ausrüstung parat haben. Außerdem lassen sich Schwermetalle, Chemikalien und Schwebstoffe durch das Abkochen nicht aus dem Wasser entfernen!

Jetzt kommen wir zum klassischen Outdoor Wasserfilter, mit dem Du das Oberflächenwasser unterwegs aufbereiten kannst. Gute Varianten haben sehr feine Filterelemente und einen Mikron-Wert von 0,2. Mit ihnen lassen sich also die Schwebstoffe optimal aus dem Wasser herausfiltern. Zusätzlich wird dank ihnen auch ein Großteil an Bakterien und Protozoon aus dem Oberflächenwasser getrennt.

Da Viren meistens deutlich kleiner sind, geraten die klassischen Outdoor Wasserfilter hierbei oftmals an ihre Grenzen. Deshalb empfehlen wir Dir, in diesem Fall zwei Varianten anzuwenden. So solltest Du das Oberflächenwasser zunächst einmal mit einem 0,2 Mikron Filter aufbereiten und anschließend dann mehrere Minuten lang abkochen, damit Viren vernichtet werden.

 

Pump- oder Durchlauffilter

Hierbei handelt es sich um einen besonders beliebten Outdoor Wasserfilter. Dadurch, dass er besonders leicht und platzsparend ist, findet er in jeder Ausrüstung seinen Platz. Zur Wasseraufbereitung musst Du bei dieser Variante lediglich das zu reinigende Oberflächenwasser durch einen Schlauch in den Filter pumpen. Das gereinigte Wasser kannst Du dann durch den zweiten Schlauch in einem Gefäß auffangen. Ein großer Pluspunkt dieser Outdoor Wasserfilter Aktivkohlefilter. Dieser ist in vielen Filter-Varianten integriert und neutralisiert den Geschmack des Wassers. Zusätzlich kann die Aktivkohle organische Stoffe zuverlässig aus dem Wasser filtern, sodass Du nach der Wasseraufbereitung sauberes Trinkwasser zur Verfügung hast.

 

Chemische Hilfsmittel zur Wasseraufbereitung

Mit diesen Mitteln ist es möglich, sämtliche im Wasser enthaltenen, krankheitserregenden Mikroorganismen abzutöten. Hierzu zählen mitunter auch Viren. Allerdings können auch die chemischen Wasserfilter keine Schwermetalle oder Chemikalien herausfiltern. Zusätzlich verbleiben bei der Anwendung Hilfsmittel auch Schwebstoffe im Wasser. Dementsprechend wichtig ist beim Einsatz dieser Outdoor Wasserfilter wieder das Vorfiltern des Oberflächenwassers! Diesem kommt beim Einsatz von chemischen Hilfsmitteln zur Aufbereitung eine besondere Bedeutung zu. Das liegt daran, dass Schwebstoffe die Wirkung von Micropur Tabletten oder Ähnlichen massiv einschränken. Deshalb muss das Wasser bei der Anwendung chemischer Outdoor Wasserfilter so klar wie möglich sein!

Wichtig zu wissen ist an dieser Stelle auch noch, dass chemische Outdoor Wasserfilter eine längere Einwirkzeit benötigen, um das Oberflächenwasser zuverlässig zu reinigen. Hier geht man von einer Zeit zwischen 30 Minuten und 2 Stunden aus. Das liegt daran, dass Bakterien und Viren bereits nach etwa 30 Minuten abgetötet werden, während Protozoon sich mit einer sehr resistenten Zellmembran schützen und dadurch eine weitaus längere Einwirkzeit erfordern.

Ein großer Vorteil der chemischen Outdoor Wasserfilter ist ihre Beständigkeit im Wasser. Als einzige Filtermöglichkeit halten sie das gereinigte Wasser bis zu einem halben Jahr keimfrei. Andere Outdoor Wasserfilter hingegen verlieren ihre Wirkung bereits nach wenigen Stunden, sodass Du das restliche Wasser dann zwingend nochmal aufbereiten musst. Damit aber noch nicht genug der Vorteile! Auch in puncto Langlebigkeit überzeugen die chemischen Filtermöglichkeiten mit ihrer hohen Haltbarkeit. Zusätzlich können sie dank ihres kleinen Packmaßes in jeder Tasche aufbewahrt werden.

Aber hier gibt es natürlich einen kleinen Nachteil, den wir Dir nicht vorenthalten wollen. Bei chemischer Wasseraufbereitung macht sich das enthaltene Chlor oftmals in Geruch und Geschmack bemerkbar. Falls Dich das stört, kannst Du Anti-Chlor Tabletten verwenden, mit denen Du den Geruch und Geschmack innerhalb weniger Minuten entfernen kannst.

 

Wasseraufbereitung durch UV-Licht

Wusstest Du, dass man Oberflächenwasser durch die Behandlung mit UV-Licht von Mikroorganismen befreien kann? Unsere Topmarke Steripen ist Marktführer in diesem Segment und stellt hochwertige UV Outdoor Wasserfilter her. Hierbei wird die DNA von Bakterien, Protozoon und Viren durch kurzwelliges, ultraviolettes Licht zerstört. Das bezweckt, dass diese Art der Mikroorganismen sich nicht mehr vermehren können und somit unschädlich gemacht werden. Ein großer Vorteil dieser Methode ist ihre leichte und schnelle Anwendung. Pro Liter Wasser geht man hierbei von etwa einer Minute Einwirkzeit aus. Damit die Wirkung der UV-Strahlen nicht beeinträchtigt wird ist es auch hier wichtig, das Wasser vorzufiltern und von Schwebstoffen zu trennen. Wie die vorgenannten Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung sind auch diese Wasserfilter leider nicht in der Lage, Schwermetalle oder Chemikalien aus dem Wasser zu filtern.

 

Hier solltest Du nach Wasser suchen

Wenn Du in der Natur unterwegs bist, gibt es einige Dinge, auf die Du achtest solltest, um innerhalb kurzer Zeit eine Wasserstelle zu finden. Das naheliegendste sind hier natürlich die eigenen Sinne. Während Du Ausschau nach einem Gewässer hältst, solltest Du Dich auch genau umhören, ob Du in unmittelbarer Nähe das Rauschen eines Bachs hörst.

Außerdem hast Du die Möglichkeit, Regenwasser aufzufangen. Das kannst Du ganz leicht mit einem Plastiksack oder Eimer machen. Diese Variante wird jedoch einiges an Zeit in Anspruch nehmen, weshalb wir Dir noch andere Möglichkeiten zum Wasser finden hier nennen wollen.

So solltest Du zum Beispiel auf Tiere und deren Spuren achten. Einige halten sich dauerhaft in der Nähe von Wasserstellen auf, weshalb sie Dich zumeist genau dorthin führen, wo Du hin willst. So ist zum Beispiel die Libelle ein Tier, das man in jedem Fall mit Wasser in Verbindung bringen kann. Sie bewegen sich in der Regel nur maximal 300-400 Metern von ihren Wasserquellen weg und sind daher ein wichtiger Indikator auf der Suche nach Trinkwasser. Auch Wildbienen halten sich meist in der Nähe von größeren Wasserstellen auf und können Dir dabei helfen, diese zu finden. Darüber hinaus gibt es auch einen Vogel, den man definitiv mit einem Weiher oder Ähnlichem in Verbindung bringt: der Reiher. Diese ernähren sich hauptsächlich von Fröschen oder Fischen und ein Hinweis darauf, dass sich in unmittelbarer Nähe eine Wasserstelle befindet.

Darüber hinaus solltest Du auch nach gewissen Pflanzen Ausschau halten, die selbst enorm viel Feuchtigkeit benötigen und dadurch oftmals in der Nähe von Bächen etc. zu finden sind. Hierzu zählt zum Beispiel die Weide oder das Schilfgras. Außerdem sind auch Schachtelhalme zumeist in Feuchtgebieten anzutreffen, weshalb auch diese ein Hinweis auf eine Wasserstelle sein können.

 

Diese Wasserstellen solltest Du meiden!

Grundsätzlich solltest Du das Wasser aus Pfützen und stehenden Gewässern meiden. Diese sind oftmals stark verunreinigt und können durch die Wärme der Sonne ein Brutherd für Bakterien oder Protozoon sein. Gleichzeitig sorgt aber auch heruntergefallenes Laub für eine Übersäuerung des Wassers, die gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann.

Ein weiteres Tabu ist das Oberflächenwasser aus größeren Flüssen! Hier ist das Wasser zumeist mit Schwermetallen belastet. Darüber hinaus findest Du in diesen Gewässern auch Rückstände von Treibstoffen oder Chemikalien, die durch die Schifffahrt und Industrien in die Flüsse gelangen. Um schwerwiegende gesundheitliche Probleme zu verhindern, solltest Du das Wasser aus diesen Gewässern unbedingt meiden!

Als Hinweis auf die tatsächliche Wasserqualität solltest Du zusätzlich nach sogenannten Bioindikatoren Ausschau halten. Sie werden auch als Leitorganismen bezeichnet und geben Aufschluss auf die Qualität eines Gewässers. Beispielsweise können Lidmückenlarven oder Bachneunaugen ein Indiz dafür sein, dass das Wasser von guter Qualität ist. Wenn Du dagegen eine Rattenschwanzlarve oder den roten Schlammröhrenwurm unter den Steinen im Wasser entdeckst, solltest Du unbedingt die Finger davon lassen! Beide deuten auf eine schlechte Wasserqualität hin, wodurch Du dieses Oberflächenwasser nicht aufbereiten solltest!

 

Fragen: Wasseraufbereitung

Was sind die Vorteile eines Aktivkohlefilters?

Einige der typischen Outdoor Wasserfilter sind mit einem Aktivkohlefilter ausgestattet. Diese ist in der Lage, organische Verbindungen zu absorbieren und kann dadurch den Geschmack sowie den Geruch von abgestandenem Wasser verbessern. Zusätzlich kann Aktivkohle einige Bakterien an sich binden und einige landwirtschaftlichen Chemikalien aus dem Wasser filtern, solange es sich um organische Düngemittel handelt.

 

Lassen sich Schwermetalle aus dem Wasser entfernen?

Schwermetalle lassen sich mit einem Outdoor Wasserfilter nur sehr schwer vom Oberflächenwasser trennen. Die einzige, wirklich hilfreiche Methode wäre die Destillation. Diese ist jedoch in der Natur und ohne besondere Ausrüstung kaum realisierbar. Aus diesem Grund raten wir Dir unbedingt dazu, von Gewässern in der Nähe von Industriegebieten abzusehen. Außerdem sind auch die Gewässer in Bergbaugebieten häufig stark mit Schwermetallen belastet, weshalb Du diese Gegenden bei der Wassersuche unbedingt meiden solltest!

 

Wie kann ich Wasser aufbereiten, wenn ich keinen Outdoor Wasserfilter im Gepäck habe?

Falls Du auf Deinen Touren keinen gekauften Outdoor Wasserfilter mit Dir führst, gibt es etliche Möglichkeiten, Dir unterwegs selbst einen zu bauen. Um beispielsweise Schwebstoffe aus dem Wasser herauszufiltern, kannst Du auf ein Handtuch oder ein T-Shirt zurückgreifen. Bei dieser Methode legst Du den Stoff über einen großen Auffangbehälter und schenkst das zu reinigende Oberflächenwasser nach und nach über den Stoff. Da das Wasser im Auffangbehälter jetzt lediglich von Schwebstoffen befreit ist, solltest Du es in jedem Fall abkochen. Andere Verunreinigungen können mit dieser Variante leider nicht entfernt werden.

Eine weitere, sehr etablierte Survival-Technik, ist ein selbst gebautes Schicht-Filtersystem. Hierzu kannst Du eine leere PET-Flasche nutzen und auf sämtliche Naturalien zurückgreifen. Als Erstes solltest Du jetzt Deine Flasche im unteren Drittel mit einem Taschenmesser teilen. Während Du das große Stück für Deinen Filter nutzt, dient Dir das Reststück als Trinkbecher und Auffangbehälter. In den Deckel machst du mit Deinem Taschenmesser mehrere kleine Löcher, durch die später auch das aufbereitete Wasser tropfen kann. Jetzt solltest Du einzelne, etwa 3 bis 4 Zentimeter dicke Schichten aus Kies, Kohle, Sand und Gras bilden, durch die das Wasser langsam durchsickern kann. Bitte beachte allerdings, dass es sich hierbei ausschließlich um eine Survival-Technik handelt. Wann immer Du kannst solltest Du das hiermit vorgefilterte Wasser aufkochen und durch einen Outdoor Wasserfilter aufbereiten.

 

Welches Oberflächenwasser eignet sich zur Aufbereitung mit einem Outdoor Wasserfilter?

Um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, solltest Du möglichst immer nach kleineren, fließenden Gewässern Ausschau halten. Ein Bachlauf bietet Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit gute Voraussetzungen dafür, sauberes Trinkwasser nach der Aufbereitung zu erhalten. Wann immer möglich, solltest Du zur Quelle eines Bachlaufs gehen. Nur dann kannst Du Dir wirklich sicher sein, dass das Wasser unbedenklich ist. Grundsätzlich solltest Du aber auch hierbei zunächst einmal genau die Umgebung anschauen. Insbesondere geht es darum festzustellen, ob sich in der Nähe möglicherweise ein Tierkadaver oder Abfälle befinden, die das Wasser verunreinigen. Falls Du in der näheren Umgebung aber nichts dergleichen vorfindest, kannst Du Dir von dieser Stelle das Wasser zur Aufbereitung nehmen.

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