Carinthia Event – Goldeck

Seeboden am Millstätter See  – die Heimat von Carinthia

Die Goldeck Textil GmbH steht hinter der Marke die vielen Outdoor Enthusiasten aber auch Soldaten ein Begriff sein dürfte. Hochwertige Funktionstextilien und leistungsfähige Schlafsäcke finden Verwendung im anspruchsvollen zivilen als auch militärischen Bereich.  Das Zugpferd der Marke Carinthia ist unter anderem das am Standort im wunderschönen Seeboden entwickelte G-Loft Isolationsmaterial.

Special Operation Forces – Copyright Tom Weber/Carinthia

G-LOFT® – best of both worlds

Daune oder Kunstfaser ist oft eine Entscheidung vor der man steht, wenn es um Kälteschutz und Isolation geht. Jedes Isolationsmaterial hat seine Vor – und Nachteile. Daunen bieten ein sehr gutes Wärme-Gewichtsverhältnis und sind somit oft die erste Wahl wenn es um das Gewicht geht.
Kunstfaserfüllungen spielen ihren Vorteil unter anderem dann aus, wenn wir beim Thema Feuchtigkeit sind: die Kunstfasern nehmen diese kaum auf und bieten auch bei nicht ausreichender Nachtrocknung noch genügend Wärmeisolation.
Die Eigenschaften von G-LOFT® lassen sich wie folgt beschreiben: warm, leicht und atmungsaktiv – auch bei extrem nasskaltem Wetter. G-LOFT® kombiniert als erstes Isolationsmaterial  die Vorzüge natürlicher Daune mit der Unempfindlichkeit der Kunstfaser. Und zwar dauerhaft.

          

Mehr Infos über die starke Funktionsfaser findet ihr hier beim Hersteller selbst:  https://www.carinthia.eu/bags/de/info/technologie/g-loft/

 

100% Made in Europe

Die anspruchsvollen Kärnter legen einen hohen Wert auf europäische Qualitätsstandards und setzen auf eine Fertigung in Europa. Die Produktionsstätten in Österreich, Slowakei und Moldawien werden regelmässig kontrolliert um gleichbleibend hohe Herstellungs- und Qualitätsstandards einzuhalten.
Daher ist der Slogan „100% Made in Europe“ kein Werbeversprechen sondern die Realität und konsequente Umsetzung der Ansprüche der Profi-Marke Carinthia.

   

Das wurde auch nochmal während der Betriebsbesichtigung in Seeboden (am Ursprungsstandort der Firma) und dem Informationsvortrag deutlich.
Beispielhaft wurden 3-4 neue Produkte genauer vorgestellt, und man konnte sich selbst von der Qualität, Haptik und Verarbeitung überzeugen.

Der Schlafsack G250 – ein 3 Jahreszeiten Kunstfaserschlafsack.

   Mit  250g/m2 G-LOFT® Isolationsmaterial ist ein extrem leichter 3-Jahreszeiten
Schlafsack. Effizientes Wärme-Gewichtsverhältnis durch  spezielle 2-Lagen-
Konstruktion. Ein perfekter High-Performance-Allrounder

TLG Jacket – leicht und wärmend

Die Tactical Light Garment Jacke ist eine leichte Allrounderjacke die sich auch der effektiven G-LOFT® Isolierung bedient um eine gute Wärmeisolierung zu erreichen. Im Low Profile Schnitt gehalten, trägt die Jacke nicht allzu dick auf und ist damit  wirklich alltagstauglich. Ein einfaches Shirt genügt als First-Layer in Kombination mit der TLG Jacket um für die meisten Situationen und kühleren Temperaturen gerüstet zu sein.

Carinthia Hunting + Wildlife

Weiterhin wurden noch einige Produkte der Jagdlinie von Carinthia vorgestellt. Gerade in diesem Bereich ist die Geräuschentwicklung ein wichtiges Thema. Das Annähern an das Wild und das möglichst leise Fortbewegen sind nahezu unerlässlich für die Hege und Pflege im Revier. Hier setzt Carinthia auf Qualitätsloden und die bewährte G-LOFT® Isolierung aus den Bereichen Outdoor- und Military.

            

 

(R)auf geht es – der Goldeck ruft

Im Anschluss an die Besichtigung und Präsentation sowie die intensive Begutachtung der Produkte ging es ohne lange Verzögerung rauf auf den Goldeck.
Also nicht bis zum Gipfel –  Das ging dann flotter und weniger anstrengend über die Bühne als erwartet 😉

      

Am Treffpunkt wurden wir bereits von den Instruktoren und Trainern von Survival.at erwartet. Die Teilnehmer wurden von Carinthia vorab mit professioneller Ausrüstung ausgestattet und sollten diese gleich am eigenen Leib testen und die Leistungsfähigkeit der Hightech Fasern in den Kälteschutzjacken und Schlafsäcken erproben. ( Carinthia G-LOFT® ISG 2.0 und die Carinthia HIG 3.0 Kälteschutzjacken ).
Schon beim Anziehen der Jacken ist die extreme Wertigkeit und Passform positiv aufgefallen und man kam sich irgendwie gut „eingepackt“ vor.

Unterwegs am Berg

Eine kurze Besprechung in der großen Runde und los ging es auf, für mich recht ungewohnten, Schneeschuhen. Die Lawinenschaufel war auch am Mann und die Kolonne folgte den drei Trainern in Richtung des geplanten Lagers.

 

Den Teilnehmern wurde anschaulich vermittelt und erklärt, auf was es beim Bau der Unterkunft für die Nacht ankommt. Nach Begutachtung einiger Praxisbeispiele (die von den Trainern vorbereitet wurden) kamen die Schneeschaufeln zum Einsatz. Jeder war für den Bau seiner Schneehöhle selbst verantwortlich und der gewählte Standort wurde nochmal von den Instruktoren abgenommen und gegebenenfalls angepasst.

Der Schnee musste mindestens 1,50 m hoch bzw. tief sein um sich für die vorgegebene Art der Schneehöhle zu eignen. Mit einer Lawinensonde wurde das vorab gecheckt und das fröhliche Graben begann. Die voraussichtliche Bauzeit war mit 2-3 Stunden angesetzt.

Als dann soweit alle mit dem Bau fertig waren trafen sich die Teilnehmer in einer großen Runde am Lagerfeuer und es gab Stärkung in Form von Essen und heissem Tee. Irgendwie sind die 1800 Höhenmeter doch schon zu spüren gewesen, und der Bau der Schneehöhle war auch nicht wenig schweisstreibend und anstrengend. So wurde die Zeit am Feuer genutzt um sich zu erholen, auszutauschen und mampfend Kräfte zu sammeln. Denn kurze Zeit danach hiess es nochmal Feuerholz holen und die schneeschuhunterstützten Schritte die Böschung hinauf waren auch eher der Kategorie „Uff“ zuzuordnen als ein leichter Spaziergang an einem lauen Frühlingsnachmittag.

Die Trainer vermittelten noch einige nützliche Tips und Informationen zum Thema Temperaturen und den Wetterverhältnissen am Berg und wiesen erneut darauf hin, dass die Natur mitunter unnachgiebig und hart ist und auf keinen Fall zu unterschätzen sei.  Gut ausgestattet mit professioneller Ausrüstung sollte uns in den Schneehöhlen jedoch keine bibbernde Nacht erwarten.  Das Thema Isolation/ Kälteschutz steht ja seit 1948 bei Goldeck Textil auf den Fahnen (damals noch mit Steppdecken) und die HIG Jacke machte in Verbindung mit der leichteren ISG ihren Job wirklich gut.

Die ausgegebenen Schlafsäcke von Carinthia waren mit der G-LOFT® Füllung ebenfalls für kältere Temperaturbereiche geeignet und so sollte der Übernachtung in der Schneehöhle eigentlich nichts im Wege stehen…..eigentlich.  Ihr kennt das unsägliche Wort. Sätze wie  „eigentlich wollte ich ja noch…“ oder „eigentlich mag ich dich ja schon sehr gern….“ hat wohl jeder schonmal gehört oder selbst benutzt. Aber dazu gleich mehr.

 

 

 

Übernachtung in einer Schneehöhle –  oder ?

Die Testkandidaten verteilten sich nach und nach auf ihre Lager und krabbelten in die Schneehöhlen um den anstrengenden Tag abzuschließen und die Nachtruhe anzutreten. Alle? Nein, nicht alle. Ich habe eine Weile überlegt wie ich das am besten verpacke, aber da ich ja kein Märchenonkel sein möchte und die Wahrheit meist die bessere Wahl ist kommt hier die ungeschminkte Wahrheit:
Schon während des Probeliegens in der in Eigenleistung erstellten Schneehöhle kam bei mir ein Gefühl des Unwohlseins auf. Erst dachte ich nicht viel drüber nach.
( Zur Erklärung: die Schneehöhle ging im Eingangsbereich circa. 160-180 cm gerade nach unten, und danach mit einem kleinen Absatz als Wärme/Kältebrücke dann körperlang + Platz für den Rucksack im 90 Grad Winkel rechtwinklig in den Schnee hinein.)

Aber umso später es wurde, und ich im Grunde hätte nur noch in die Höhle krabbeln müssen um mich in den Schlafsack zu kuscheln und zu schlafen, umso schlimmer wurde das Unwohlsein und komisch beklemmende Gefühl. Wohlgemerkt sicher am Lagerfeuer stehend und 30 m Luftlinie von der Schneehöhle entfernt.  Es hat mich etwas Überwindung gekostet in der verbleibenden Runde zu sagen, dass ich mich mit dem Gedanken dort zu nächtigen nicht anfreunden könne. Trotz aufmunternder Worte und unterstützenden Tips habe ich meinen Kopf nicht umprogrammieren können sich mit der Situation anzufreunden und es zu probieren. Ziemlich uncool irgendwie…aber was will man machen.

Ich war an einem Punkt wo mir Logik und klarer Verstand nichts halfen. Mein Kopf sagte nein und hatte mich in der Hand.  Um es klar zu sagen: das Problem war nicht die „Angst“ zu erfrieren oder ein möglicher Einsturz der Schneehöhle. Die Bekleidung und Schlafsack waren effektiv, die Höhle nach Vorgabe gebaut und während dem Aushöhlen machte der Schnee einen durchaus soliden Eindruck. Es war einfach nur das Gefühl des Liegens in einer Art Röhre und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit, die mir zu schaffen machten. Und zwar so stark, dass ich mich schlußendlich entschied, die Nacht nicht wie die anderen in der Schneehöhle zu verbringen, sondern die Backup Lösung der Übernachtung in einer Hütte in der Nähe wahrnahm. Inclusive schlechtem Gewissen und dem Gefühl etwas nicht „geschafft“ zu haben…

Die Veranstaltung wurde dann am nächsten Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück in geselliger Runde abgeschlossen. Einige der Teilnehmer haben sogar Morgens noch eine Schneeschuhwanderung zum Gipfel des Goldeck unternommen und gemeistert. Respekt an dieser Stelle nach einer Nacht in der Schneehöhle noch einen draufzupacken und den Gipfel zu erklimmen.

Einen Bericht und Fotos des deutschen Bloggers, Ausrüstungs-Testers und kreativen Multitalent Ripperkon findet ihr übrigens unter folgendem Link:
Ripperkon – Carinthia Event

 

Bevor es jetzt zur Galerie mit allen Fotos geht wollte ich mich noch bei Carinthia und den Ausbildern und Trainern von Survival.at bedanken. Es war eine tolle Erfahrung und trotz des kleinen Problems mit der Schneehöhle war es ein Event, dass ich positiv in Erinnerung behalten werde. Die Natur so nah zu erleben, Wind und Wetter in dieser Kulisse zu erleben und dort Zeit zu verbringen ist auf jeden Fall etwas Besonderes und eine Erfahrung wert.

Auch ein großes Dankeschön an die Teilnehmer des Events und alle die im Hintergrund mitgeholfen und organisiert haben.  Die Stimmung untereinander war durchweg gut, jeder war hilfsbereit, freundlich und offen. Ein schöne Konstellation und zu meiner Freude war sogar ein Hund mit dabei 🙂

 

 

 

 

 

 

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